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News
29.04.2020
Europäische Immobilien sind für global tätige Investoren so attraktiv wie schon lange nicht mehr. Das zeigt die Rekordsumme von 85,5 Milliarden Euro, die im ersten Quartal in EU-Immobilien investiert wurde.
 
Zurückzuführen ist das hohe Investmentvolumen u.a. auf zwei große Plattform Deals in Deutschland mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro sowie den Verkauf der IQ Student Housing Platform mit 4,7 Milliarden GBP in Großbritannien. Bei CBRE führt man das außerordentlich hohe Volumen auch darauf zurück, dass viele Deals aus dem vierten Quartal 2019 erst Anfang 2020 unterschrieben wurden. „Aber selbst, wenn man die großen Plattform Deals aus dem Investmentvolumen herausrechnet, liegt es noch immer gut 15% über dem des ersten Quartals 2019“, sagt Andreas Ridder.
 
Die hohen Volumina spiegeln allerdings nicht die aktuelle Situation auf den Märkten wider. Erst an den Zahlen des zweiten Quartals werden die Auswirkungen der Corona-Krise messbar sein, heißt es. Beim Immobilendienstleister geht man jedenfalls davon aus, dass die Immobilieninvestmentmärkte rasch wieder an Stärke gewinnen werden.
 
Investmentvolumen in Österreich geringer. In Österreich blieb das Investmentvolumen im ersten Quartal 2020 signifikant unter jenem des Vergleichszeitraumes 2019. In einigen anderen großen europäischen Märkten gab es allerdings Rekordinvestments von Jänner bis März 2020. So verzeichnete Deutschland ein Plus von 97%, Frankreich einen Anstieg um 38% und in Spanien wurde um 54% mehr investiert als im ersten Quartal 2019. Wie erwähnt ist der hohe Anstieg in Deutschland u.a. auf zwei große Plattform-Deals zurückzuführen.
 
Irland verzeichnete bei den Immobilieninvestments einen Anstieg von 110% auf 1,3 Milliarden Euro, in Italien stieg das Volumen um 5% auf 1,8 Milliarden Euro. Stark waren in Italien vor allem die  Assetklassen Logistik, Industrie sowie Retail. In Schweden wurde ebenfalls ein großer Deal über 3,1 Milliarden Euro abgeschlossen, das Investmentvolumen stieg um 97%. Weitere Märkte mit signifikant höherem Investmentvolumen im ersten Quartal 2020: Portugal, Belgien, Luxemburg und die CEE Region.
 
„Die Rekordinvestments des ersten Quartals zeigen, wie attraktiv europäische Immobilien für globale Investoren sind. Seit einigen Wochen haben wir – aufgrund von COVID-19 in Europa – einen deutlichen Stimmungsumschwung erlebt, mit weitreichenden Folgen für die europäische Wirtschaft. Auch wenn es kurzfristig signifikante Veränderungen gibt, so gehen wir mittel- bis langfristig von einer Erholung aus. Die Immobilienbranche war zu Beginn der Krise in gutem Zustand und wird sich auch langfristig wieder gut entwickeln“, so Ridder.